Die Dekarbonisierung der energieintensiven Grundstoffindustrien erfordert hohe Investitionen. Unternehmen, die frühzeitig auf Technologien wie Elektrifizierung, Wasserstoff oder CCS setzen, stehen jedoch vor einer Hürde: Der Markt für grüne Produkte – etwa klimafreundlichen Stahl oder Zement – ist bislang kaum entwickelt. Höhere Produktionskosten lassen sich nur begrenzt weitergeben, obwohl das „grüne Premium“ im Endprodukt oft gering ausfällt.
Um diese Herausforderungen zu diskutieren, haben EPICO KlimaInnovation, Bellona Deutschland und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Industrie zu einem Workshop eingeladen.
Ein zentraler Lösungsansatz ist der Aufbau grüner Leitmärkte: Sie schaffen verlässliche Nachfrage, Planungssicherheit und Skaleneffekte – und verringern damit langfristig den Bedarf an staatlicher Förderung. Auf europäischer Ebene setzen Initiativen wie der Clean Industrial Deal oder der geplante Industrial Decarbonisation Accelerator Act genau hier an. Auch die Bundesregierung hat die Entwicklung grüner Leitmärkte im Koalitionsvertrag verankert.
Ein besonders wirksames Instrument ist die öffentliche Beschaffung. Mit Ausschreibungsanforderungen und Mindestquoten für CO₂-reduzierte Materialien können Bund, Länder und Kommunen entscheidende Nachfrageimpulse setzen – gerade im öffentlichen Bausektor, der rund 40 % der staatlichen Großaufträge umfasst.
Schwerpunkte der Diskussion
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aktueller Stand grüner Leitmärkte in Deutschland und Europa
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politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Konzepte
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die Rolle nachhaltiger Beschaffung im Rahmen des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität
Den Auftakt machten Impulse von EPICO und Bellona mit Analysen und Handlungsvorschlägen. Im Anschluss stellte das IW die Ergebnisse einer Kurzstudie vor, die Kostenunterschiede und CO₂-Einsparpotenziale beim Einsatz von klimafreundlichem Stahl und Zement in öffentlichen Bauprojekten analysiert.
Stay tuned!
In den kommenden Wochen werden wir unsere Arbeit zu diesem wichtigen Thema fortsetzen – und dabei die europäischen und deutschen Debatten in einer entscheidenden Phase der Klimatransformation miteinander verbinden.