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Offshore-Wind-Agenda 2026

EPICO hat ein neues Policy Paper veröffentlicht, das konkrete Optionen aufzeigt, um den Offshore-Wind-Ausbau in Deutschland zu stabilisieren und langfristig zu stärken.

offshore wind agenda 2026

In den kommenden Jahren stehen finale Investitionsentscheidungen für rund 18 GW bereits bezuschlagter Offshore-Projekte an. Gleichzeitig haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert. Steigende Kosten, Unsicherheiten im Ausschreibungsdesign, verzögerte Netzanbindungen sowie eine schwache Nachfrage nach langfristigen Stromabnahmeverträgen (PPAs) erschweren die Realisierung neuer Projekte. Die Verschiebung geplanter Ausschreibungen ist Ausdruck dieser Entwicklung.

Damit droht die bestehende Projektpipeline ins Stocken zu geraten – mit potenziellen Auswirkungen auf Ausbauziele, Investitionen und die industrielle Wertschöpfung in Deutschland. Die aktuelle Situation schafft zwar kurzfristig Spielräume, diese sollten jedoch gezielt für strukturelle Reformen genutzt werden.

Vier Handlungsfelder für einen stabilen Offshore-Ausbau

Vor diesem Hintergrund identifiziert das Policy Paper vier zentrale Handlungsfelder, um Investitionssicherheit zu stärken und den Ausbaupfad abzusichern:

  • Stärkung des PPA-Marktes: Langfristige Stromabnahmeverträge bleiben ein zentrales Instrument zur Finanzierung kapitalintensiver Offshore-Projekte. Ziel ist es, regulatorische Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass PPAs wieder breiter genutzt werden können.
  • Absicherung bezuschlagter Projekte: Für bereits vergebene Projekte sind pragmatische Lösungen erforderlich, um gestiegene Kosten und Verzögerungen abzufedern und die Realisierung sicherzustellen.
  • Ertragsorientierte Flächen- und Ausbauplanung: Eine stärker auf Systemeffizienz ausgerichtete Planung kann dazu beitragen, Kosten zu senken und die tatsächlichen Ertragspotenziale besser zu nutzen.
  • Reform von Ausschreibungsdesign und Marktintegration: Klare und verlässliche Regeln im Zusammenspiel von marktlichen Modellen und staatlichen Instrumenten sind entscheidend, um Investitionsentscheidungen zu erleichtern.

Vom Ausbauziel zur Umsetzung

Die zentrale Herausforderung liegt weniger in der Festlegung weiterer Ausbauziele als in der Umsetzung der bestehenden Projektpipeline. Entscheidend ist, die aktuellen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass Investitionen wieder planbar werden und die nächste Ausbauphase eingeleitet werden kann.

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