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Realitätscheck Gebäudemodernisierungsgesetz

EPICO hat gemeinsam mit Frontier Economics eine neue Analyse veröffentlicht. Sie liefert einen Realitätscheck von Grüngasquote und „Bio-Treppe“.


Mit dem nun vorliegenden Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz konkretisiert sich die geplante Ausgestaltung „Bio-Treppe“. Damit ist der politische Rahmen zumindest etwas klarer – zentrale Fragen bleiben jedoch offen.

Insbesondere bleibt unklar, ob ausreichend verfügbare Potenziale klimaneutraler Gase vorhanden sind, wie die Nachfrage im Gebäudesektor ausfällt – und welche Kosten daraus für Haushalte entsteht.

Ein neuer Realitätscheck und darauf aufbauende Leitlinien zeigen, wie tragfähig dieser Ansatz ist – und worauf es bei der Ausgestaltung ankommt.

Zentrales Ergebnis: Entscheidend ist weniger die Verfügbarkeit klimaneutraler Gase als ihre effiziente Verteilung zwischen Sektoren. Auch die Kostenentwicklung hängt maßgeblich von Nachfrage, politischer Ausgestaltung und dem Fortschritt der Elektrifizierung ab.

Leitlinien für die Ausgestaltung

Aus den Ergebnissen leitet EPICO sechs zentrale Prinzipien ab:

  • Systemische Einbettung: ETS 2, Elektrifizierung und Grüngase müssen zusammenspielen.
  • Flexibler Hochlauf: Dynamische statt starrer Mengenpfade.
  • Gezielter Einsatz: Grüngase dort nutzen, wo Alternativen fehlen.
  • Angebot stärken: Heimische Potenziale und Importe gemeinsam entwickeln.
  • Infrastruktur strategisch nutzen: Bestehende Netze einbinden, Investitionssicherheit schaffen.
  • Akzeptanz sichern: Kostenentwicklungen politisch beherrschbar halten.

Fazit

Bio-Treppe und Grüngasquote können einen Beitrag zur Wärmewende leisten – entscheidend ist jedoch ihre konkrete Ausgestaltung. Wirkung entsteht erst im Zusammenspiel mit CO₂-Bepreisung, Elektrifizierung und einer realitätsnahen Umsetzung.

Laden Sie hier runter:

Realitätscheck von Grüngasquote und „Bio-Treppe“

Leitlinien für die Ausgestaltung