EPICO hat gemeinsam mit Frontier Economics eine Studie veröffentlicht, die den EU-Emissionshandel an einem entscheidenden Wendepunkt analysiert. Die Analyse ordnet die aktuelle politische Debatte ein und zeigt, welche strukturellen Fragen mit der anstehenden ETS-Revision auf EU-Ebene auf die Politik zukommen.
Der Emissionshandel tritt in eine neue Phase ein: Die Gesamtmenge der verfügbaren CO₂-Zertifikate sinkt weiter, während gleichzeitig der Schutz für energieintensive Industrien durch den Übergang von kostenloser Zuteilung zum CO₂-Grenzausgleich (CBAM) grundlegend verändert wird. Die zentrale Herausforderung besteht darin, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung in dieser neuen Phase besser auszubalancieren.
Die Studie beleuchtet insbesondere vier zentrale Themen:
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die langfristige Entwicklung des Emissionsbudgets im EU-ETS
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die Transformation des Carbon-Leakage-Schutzes durch den Übergang von freier Zuteilung zu CBAM
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die Auswirkungen steigender CO₂-Preise auf energieintensive Industrien
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politische Optionen zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Investitionssicherheit und industrieller Dekarbonisierung.
Die Analyse bekennt sich ausdrücklich zum EU-Emissionshandel und zum CO₂-Grenzausgleich als zentrale Instrumente europäischer Klimapolitik und zeigt Reformoptionen auf, um das System an die nächste Phase anzupassen.