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Policy Report: The New Economics of Net Zero

Europas Weg zur Klimaneutralität: Wo CO₂-Bepreisung wirkt – und wo zusätzliche Instrumente erforderlich sind

EPICO hat gemeinsam mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) die erste umfassende Marginal Abatement Cost Curve (MACC) für die EU-27 bis 2050 veröffentlicht.

Die Studie analysiert 128 Dekarbonisierungsmaßnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Gebäude, Verkehr und Industrie und liefert eine datenbasierte Grundlage dafür, welche Maßnahmen den größten Beitrag zu einer kosteneffizienten Klimaneutralität leisten können.

New Economics Paper Cover

Die Analyse zeigt: Die CO₂-Bepreisung bleibt das Rückgrat der europäischen Klimapolitik und kann einen erheblichen Teil der erforderlichen Emissionsminderungen anstoßen. Für den Weg zur Klimaneutralität reichen Preissignale allein jedoch nicht aus. Vielmehr braucht Europa einen intelligenten Politikmix, der einen starken EU-Emissionshandel mit gezielter Unterstützung für strategische Technologien, Infrastrukturen und Industrien kombiniert – dort, wo sie den größten wirtschaftlichen und klimapolitischen Mehrwert schafft.

Zentrale Ergebnisse

  • CO₂-Bepreisung ist unverzichtbar, reicht allein aber nicht aus. Ein CO₂-Preis von rund 200 Euro pro Tonne könnte etwa 75 Prozent der erforderlichen Emissionsminderungen wirtschaftlich anstoßen. Für Klimaneutralität sind jedoch ergänzende politische Instrumente notwendig.
  • Infrastruktur ist der entscheidende Hebel für Wasserstoff und CO₂-Management. Der schnelle Ausbau von Wasserstoffnetzen sowie einer europäischen CO₂-Transport- und Speicherinfrastruktur ist entscheidend, um Investitionen in Wasserstoff und Carbon Capture and Storage (CCS) zu ermöglichen.
  • Gezielte Investitionsförderung kann die Dekarbonisierung privater Haushalte beschleunigen. Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge sind über ihre Lebensdauer häufig bereits wirtschaftlich. Hohe Anfangsinvestitionen bleiben jedoch eine zentrale Hürde.
  • Strategische Industrien benötigen ergänzende Unterstützung. Grüner Wasserstoff, die Primärstahlproduktion und die Grundstoffchemie werden neben einem starken CO₂-Preis auch gezielte Übergangs- und Betriebskostenförderung benötigen, um klimaneutrale Produktionsverfahren wirtschaftlich zu machen.
  • Ein intelligenter Politikmix ist entscheidend. Ein starker EU-Emissionshandel sollte durch einen wirksamen CO₂-Grenzausgleich (CBAM), Investitionen in Wasserstoff- und CO₂-Infrastruktur, Leitmärkte für klimafreundliche Produkte, gezielte Betriebskostenförderung sowie eine stärkere Kreislaufwirtschaft ergänzt werden.

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