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ETS 2 Cover Foto: Guillaume Périgois/Unsplash

Policy Report: Strengthening the EU ETS 2 through Revenue Frontloading

EPICO KlimaInnovation hat gemeinsam mit Frontier Economics einen neuen Policy Report zur Stärkung des EU-ETS 2 durch Revenue Frontloading veröffentlicht.



Ab 2027 soll das EU-ETS 2 auch Emissionen aus dem Gebäude- und Verkehrssektor erfassen – zwei Sektoren, die gemeinsam über 40 % der EU-weiten Emissionen verursachen. Damit wird der Emissionshandel zu einem zentralen Instrument für das Erreichen der EU-Klimaziele.

Doch die Einführung des marktwirtschaftlichen Klimaschutzinstruments steht unter Druck: Polen, Tschechien und Bulgarien fordern eine Verschiebung – unter Verweis auf Bedenken hinsichtlich hoher Preise und damit verbundenen soziale Härten. Gleichzeitig verzögern sich die Vorbereitungen zum Social Climate Fund (SCF), der ab 2026 gezielte Entlastung für Haushalte leisten soll. Hinzu kommt eine politisch wie wirtschaftlich schwer kalkulierbare CO₂-Preisentwicklung ab 2027.

Die EU-Kommission muss handeln, um die Einführung wie geplant umzusetzen – ohne den politischen Rückhalt zu verlieren.

Was unsere Studie konkret vorschlägt

Der Policy Report präsentiert mit Revenue Frontloading ein konkret umsetzbares Instrument: Mitgliedstaaten erhalten wahlweise über eine EU-Fazilität – unter Einbindung der Europäischen Investitionsbank (EIB) – Zugang zu vorgezogenen ETS-2-Einnahmen: bis zu 50 Milliarden Euro in den Jahren 2025 bis 2027, basierend auf einer CO₂-Preisschätzung von 60 € pro Tonne.

So könnten Investitionen in Netze, Mobilitätsinfrastruktur und soziale Ausgleichsmaßnahmen frühzeitig greifen – ohne das Preissignal des Emissionshandels zu verzerren und ohne neue EU-Schulden zu verursachen.

Dieser Ansatz vermeidet eine Vielzahl rechtlicher Umsetzungshürden und ermöglicht gleichzeitig eine gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte.

Warum das wichtig ist

  • Modellierung der makroökonomischen Wirkung von Revenue Frontloading – auch mit Blick auf mittel- und osteuropäische Mitgliedstaaten

  • Politökonomische Szenarien, die zeigen, wie das EU-ETS 2 ohne Verzögerung oder Preisdeckel stabil eingeführt werden kann

  • Stärkung der Lenkungswirkung des CO₂-Preises durch Verzicht auf Marktverzerrungen

  • Bereitstellung von bis zu 50 Mrd. € für Infrastruktur- und Sozialinvestitionen ab 2025 – ohne zusätzliche Belastung nationaler Haushalte

  • Förderung gezielter Investitionen im Gebäude- und Verkehrssektor – dort, wo der Handlungsbedarf am größten ist

  • Beitrag zur Glaubwürdigkeit des EU-Emissionshandels als zentrales Klimainstrument

  • Vereinbarkeit mit einem breiteren Policy-Mix, der soziale Härten abfedert, Preisvolatilität begrenzt und politische Machbarkeit verbessert

Laden Sie hier unsere Studie herunter.