Foto: Mégane Fontaine
Joen Martinsen ist EU Industrial Policy Specialist bei EPICO in Brüssel.
Er beschäftigt sich mit Industriepolitik auf EU-Ebene, insbesondere mit der Dekarbonisierung emissionsintensiver Branchen – vor allem des Stahlsektors. Dabei verfolgt er zentrale Gesetzgebungsverfahren wie den Industrial Accelerator Act (IAA), den Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) und das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS). Zu seinen Aufgaben gehören die Organisation von Workshops, das Verfassen von Policy Briefs sowie die Beobachtung politischer Entwicklungen, um faktenbasierte Lösungen für Europas industrielle Transformation voranzubringen.
Bevor er zu EPICO kam, arbeitete Joen als Researcher beim Brüsseler Think Tank Pilot4Dev, wo er an Projekten zu Desinformation und Nachhaltigkeit mitwirkte.
Fachgebiete
Europäische Industriepolitik, CBAM, EU ETS, Europäische Handelspolitik für die Stahlindustrie
Sprachen
Norwegisch, Englisch, Deutsch
Ausbildung
- M.A. in Global and European Politics, European School of Political and Social Sciences (ESPOL), Lille
- B.A. in European Studies with German, Norwegian University of Science and Technology (NTNU), Trondheim
Publikationen & Blogbeiträge
Publikationen
How Germany can save its steel industry: Protecting Europe, Promoting European
Medienerwähnungen & externe Veröffentlichungen
- Table Media
„Wir brauchen einen differenzierten Ansatz bei der Kennzeichnung von grünem Stahl. Europa sollte bei der Schaffung von Leitmärkten für CO₂-armen Stahl einen Einheitsansatz vermeiden.“ – Lesen Sie den Gastbeitrag.
- Table Media
„Ein einheitlicher Ansatz birgt die Gefahr, nahezu die Hälfte der europäischen Produktion zu benachteiligen. Der Einsatz von Stahlschrott ist kein Freifahrtschein für niedrigere Klimaziele. Er erfordert weiterhin Anstrengungen der Stahlhersteller und Investitionen in Technologien.“ – Lesen Sie den Artikel.
- Münchner Merkur
„Derzeit sehen wir keine glaubwürdige Alternative zum CBAM. Die Priorität sollte daher darauf liegen, den Mechanismus zu stärken und weiterzuentwickeln – insbesondere durch die Schließung von Schlupflöchern und die Verbesserung der Wirksamkeit seines Anwendungsbereichs.“ – Print-Wochenendausgabe, 16./17. Mai 2026
- ENDS Europe
„Selbst wenn die Quote für CO₂-arme Produkte bei 100 % läge, würde die öffentliche Beschaffung allein nicht ausreichen, um die gesamte Nachfrage abzudecken.“ – Lesen Sie den Artikel.
- Contexte
„Der gleitende Ansatz (‘sliding-scale approach’) droht Europas Vorteil im Bereich der Kreislaufwirtschaft von Stahl zu untergraben, indem er das Recycling benachteiligt.“ –Lesen Sie den Artikel.